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Die Chancen der Mittleren Reife 2018

Welchen Beruf soll ich ergreifen?

Nach der 10. Klasse bieten sich den Schülern vielfältige Möglichkeiten. Dass die Wahl nicht immer ganz einfach ist, ist nachvollziehbar. Viele Schüler äußern dabei den Wunsch auf die FOS zu gehen um anschließend zu studieren. Diese Zielstrebigkeit der Schülerinnen und Schüler hilft ihnen dabei, die Anforderungen an der FOS zu schaffen. Einige Schüler wählen diesen Weg jedoch um die Entscheidung der Berufswahl aufzuschieben. Um zu zeigen, dass man sich trotzdem vorab überlegen muss, mit welchem Ziel die FOS besucht wird und es auch möglich ist, ohne Fachabitur erfolgreich im Beruf zu sein, konnten unsere 9. Klässler wieder live erfahren. 

Am 19.04.2018 besuchten uns deshalb wieder ehemalige Schülerinnen, die inzwischen auf der FOS sind, Lehrer der FOS und erfolgreiche ehemalige Realschüler. Bereits zum vierten Mal hatten die 9. Jahrgangsstufen die Chance, sich direkt an Absolventen der Realschule zu wenden und im Schutz der Klassengemeinschaft alle Fragen zu stellen, die sie schon immer stellen wollten. 

Unserem Ruf folgten Herr Kienle, Englisch- und Geschichtslehrer an der FOS und die ehemaligen TGRS- Schüler(sprecher) Jan Kämmerer und Egzon Krasniqi, die einen Einblick in den Alltag auf der FOS geben konnten. Zudem erhörte uns Herr Madl. Zu einer Zeit, als es noch keine Computer gab, absolvierte er nach der Mittelschule eine Ausbildung als Elektroniker, merkte jedoch bald, dass es nicht der Beruf ist, den er sein Leben lang ausüben möchte. Durch seinen Wehrdienst fand er jedoch eine neue Richtung, die ihm gefiel. Nachdem er eine schulische Ausbildung in der Richtung EDV abschloss, begann er in unterschiedlichen Unternehmen zu arbeiten und arbeitete sich hoch bis zu Managerpositionen mit Personal- und Budgetverantwortung. Alles ohne Abitur und Studium!

Auch Herr Vollrath erzählte den Schülerinnen und Schülern von seinem interessanten Lebensweg. Vor 27 Jahren machte er seinen Abschluss an der TGRS, heute ist er erfolgreicher Geschäftsführer des mittelständischen Betriebs „Das-Bau-Team“ in Unterschleißheim mit 18 Mitarbeitern. Für viele Schüler interessant outete er sich als fauler Schüler, der seinen Abschluss gerade so geschafft hat. Seine(n) Beruf(ung) fand er bei einem Auslandsaufenthalt, er zimmerte ehrenamtlich Plumpsklos in amerikanischen Nationalparks zusammen. Dabei merkte er, dass ihm diese Arbeit sehr viel Spaß macht und entschied sich zur Ausbildung als Zimmerer. Heute führt Herr Vollrath nicht nur erfolgreich sein Unternehmen, er ist seit kurzem auch Obermeister der Zimmerer Innung München. Zudem hat er mit seinem Meister inzwischen die Allgemeine Hochschulreife erworben, er darf also an einer Universität studieren. Immer wieder stellen sich bei ihm Schulabbrecher der FOS vor. Genau deshalb hat er sich einen Vormittag die Zeit genommen um den Schülern mit auf den Weg zu geben, dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn man nicht der geborene Schüler ist. Allerdings darf man nicht den Fehler machen und nur aus Verlegenheit auf die FOS gehen, um die Entscheidung für einen Beruf aufzuschieben.

Auch die ehemaligen Schüler Jan und Egzon gaben den 9. Klässlern  mit auf den Weg, dass es gut ist, sich bereits an der Realschule für einen möglichen beruflichen Weg zu entscheiden, selbst wenn man auf die FOS gehen möchte. Beide berichten, dass auf der FOS sehr viel von den Schülern erwartet und viele dem Druck nur gewachsen sind, wenn sie wissen, weshalb sie das tun. So startete Egzon in der 11. Klasse mit 29 Mitschülern, zum Halbjahr hatte sich die Anzahl auf 17 verringert. Da beide Schüler sehr zielgerichtet sind und bereits wissen, dass sie Jura bzw. Lehramt studieren wollen, ist die FOS genau das richtige für sie!

Am Ende kam klar heraus: egal ob man eine Ausbildung nach der Mittleren Reife beginnt oder auf die FOS geht um erst später ins Berufsleben zu starten, ohne Engagement und Willen kommt man im Berufsleben nicht weit. Wenn man jedoch Spaß an der Arbeit hat und Leidenschaft für den Beruf, ist es völlig egal, welchen Schulabschluss man hat – dann ist alles möglich.

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