Therese-Giehse-Realschule
Staatliche Realschule Unter-
schleißheim

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In den Abschlussklassen stellt sich den Schülern immer wieder die Frage: Welchen Beruf will ich ergreifen?

Viele Schüler äußern dabei den Wunsch auf die FOS zu gehen um anschließend zu studieren. Diese Zielstrebigkeit der Schülerinnen und Schüler hilft ihnen dabei, die Anforderungen an der FOS zu schaffen. Einige Schüler wählen diesen Weg jedoch um die Entscheidung der Berufswahl aufzuschieben. Um zu zeigen, dass man sich trotzdem vorab überlegen muss, mit welchem Ziel die FOS besucht wird und es auch möglich ist, ohne Fachabitur erfolgreich im Beruf zu sein, hatten wir bereits zum zweiten Mal hochkarätige Gäste an die Therese-Giehse-Realschule eingeladen. 

Unserem Ruf folgten Herr Kienle, Englisch- und Geschichtslehrer an der FOS und die ehemalige TGRS-Schülerin Jenny Tammen, die einen Einblick in die Anforderungen auf der FOS geben konnten. Zudem erhörten uns Herr Dunkel, Polizeihauptkommissar und Einstellungsberater bei der Polizei, Herr Liebeträu, Teamleiter bei der Firma Linde sowie Herr Auzinger und Herr Aichwalder von der Barmer GEK, alle haben „nur“ eine Mittlere Reife und haben mitunter sehr steile Karrieren hingelegt. 

Am 20.04. durften alle Schüler der 9. Jahrgangsstufe den interessanten Berufswegen unserer Gäste folgen. Herr Dunkel kam eher zufällig durch einen Jugendstreich zur Polizei und ist inzwischen in der sogenannten 3. Qualifikationsebene, besser bekannt als gehobener Dienst. Herr Auzinger stellte nach einem Ferienjob in der Autowerkstatt fest, dass er lieber sauber nach Hause kommt, absolvierte eine Lehre als Bankkaufmann und ist heute Regionalgeschäftsführer bei der zweitgrößten gesetzlichen Krankenkasse. Herr Liebeträu durfte die FOS aufgrund seiner guten Leistungen bereits nach einem halben Jahr verlassen, woraufhin er sich eine Ausbildung suchte. Heute leitet er die Arbeitsvorbereitung bei Linde in Unterschleißheim und betreut die Auszubildenden. 

Von dem anderen möglichen Weg für die Absolventen der Realschule, dem Besuch der FOS, berichteten Jenny und Herr Kienle. Jenny, die letztes Jahr ihre Mittlere Reife an der TGRS gemacht hat, berichtete von ihren Erlebnissen an der FOS. Nachdem das Notenbild in einigen Fächern von 2 auf 5 fiel und das Lernen neben dem Arbeiten im Praktikum irgendwann zu viel wurde, entschloss sie sich, die FOS zu verlassen und einen Ausbildungsplatz zu suchen. Herr Kienle konnte bestätigen, dass sich viele Realschüler anfangs auf der FOS schwer tun, Schüler mit Willen und Zielstrebigkeit diese jedoch in der Regel sehr erfolgreich abschließen. 

Trotz der Vielfalt der Geschichten kam am Ende klar heraus: egal ob man eine Ausbildung nach der Mittleren Reife beginnt oder auf die FOS geht um erst später ins Berufsleben zu starten, ohne Engagement und Willen kommt man im Berufsleben nicht weit. Wenn man jedoch Spaß an der Arbeit hat und Leidenschaft für den Beruf, ist es völlig egal, welchen Schulabschluss man hat – dann ist alles möglich.

Nina Singer