Therese-Giehse-Realschule
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Die 10a der Therese-Giehse-Realschule gewinnt einen Hauptpreis des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung.  Über 350 Preise, darunter 11 Klassenreisen gehen an Schülergruppen aus der ganzen Welt. Bereits zum 46. Mal hatten alle deutschsprachigen Schulen der Welt die Chance ein kreatives Projekt zu einem der Wettbewerbsthemen einzureichen und einen der Preise zu abzuräumen.

Die Schülerinnen und Schüler können es kaum fassen, als Hans-Georg Lambertz, Leiter des Schülerwettbewerbs plötzlich bei ihnen in der Klasse steht und vom Gewinn erzählt. Eine fünftägige Klassenreise nach Berlin ist gebucht. Sogar das Programm ist organisiert und bezahlt. Herr Lambertz: „Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich die überraschten Gesichter sehe. Das ist wohl der schönste Teil meines Jobs.“ Die betreuende Lehrerin Susanne Deiml wurde bereits vorher informiert, die Schülerinnen und Schüler aber wussten von nichts.

© Andreas Kirchhoff Einige Wochen haben die Schülerinnen und Schüler an ihrem Werkstück gearbeitet, natürlich in der Schule, aber auch in der Freizeit. Zum Thema „Hallo, ich bin dein digitales Ich“ wurden knapp 338 Projekte eingereicht, gegen die sich die 10a durchsetzen konnte. Nur ein Thema hatte mehr Einsendungen. Das eingereichte E-Book hat die Jury sofort begeistert. Die Schülerinnen und Schüler kombinieren Datenschutz-Tipps mit Erfahrungen ihres persönlichen Nutzungsverhaltens im Netz und schaffen dies auch in einem schönen und übersichtlichen Design. Susanne Deiml (Zentrale Fachberaterin Für Textverarbeitung und Kommunikationstechnologie am KM) freut sich über den Erfolg ihrer Schüler: „Die Klasse hat wahnsinnig viel gelernt. Das Thema betrifft ja alle Jugendlichen. Schön, dass sie sich so dafür begeistern konnten.“ Unterstützt wurde Frau Deiml und die 10a durch den örtlichen MiB-Tutor an der TGRS, Andreas Müller, der der Klasse als zusätzlicher Experte für Befragungen und mit Tipps zum Thema Sicherheit und Datenschutz im Netz zur Seite stand.

Insgesamt 12 Themen wurden dieses Jahr von etwa 2.600 Klassen bearbeitet. Ob in Form von Radiobeiträgen zum Thema Fleischkonsum oder aber aufwendig gestaltete Infotafeln zu politisch aktuellen Themen, die Schülerinnen und Schüler wurden in ihrer Kreativität gefordert und mussten verschiedenste Herausforderungen meistern. Besonders viel Spaß und Mühe bereitete dieses Jahr die Bewertung der Aufgabe zur Reformation. Hier mussten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 7, Brettspiele zum Thema Martin Luther entwickeln. Das begeistert auch über die bpb hinaus: Das deutsche Spielemuseum im Chemnitz wird einige der Werke ab dem 11. März 2017 ausstellen.

Fünf der 13 Hauptgewinne gehen in diesem Jahr nach Bayern. Mit über 370 Einsendungen nimmt Bayern, nach Nordrhein-Westfalen, den zweiten Platz im bundesweiten Vergleich ein.

Ziel des Wettbewerbes ist es, einen Anreiz zu schaffen Felder der politischen Bildung auch außerhalb des klassischen Lehrplanes kennenzulernen. Insbesondere die Auswahl zwischen mehreren Themen ermöglicht, dass die Schüler sich für ein Thema entscheiden können, das sie tatsächlich begeistert. Vor allem Eigeninitiative und Kreativität sollen mit dem Erstellen des Projektes unter Beweis gestellt und gefördert werden.

Hans-Georg Lambertz  

Leiter Schülerwettbewerb zur politischen Bildung

Susanne Deiml

Zentrale Fachberaterin Für Textverarbeitung und Kommunikationstechnologie am KM

Andreas Müller

MiB-Tutor (Medienpädagogisch- informationstechnischer Beratungstutor)

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