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Nicht der Weg ist das Ziel, sondern die Berufung

Berufsorientierung an der Therese-Giehse-Realschule

In einem äußerst informativen und kurzweiligen Vortrag informierte Frau Kurschus die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe über mögliche Bildungswege nach der Mittleren Reife. Dabei betonte sie, dass sich die Jugendlichen zunächst darüber klar werden sollten, welcher Beruf für sie infrage kommt, um anschließend den passenden Bildungsweg einzuschlagen. Der Vergleich, dass man sich bei einer Reise auch zuerst für das Ziel und nicht das Fortbewegungsmittel entscheidet, verdeutlichte den Schülerinnen und Schüler die Bedeutung dieser Reihenfolge.
Ein Studium, so erklärte sie, sei keineswegs ein Garant für ein hohes Einstiegsgehalt oder einen sicheren Arbeitsplatz. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Zahl der Studienabgänger, die keinen Beruf finden, um 24 Prozent gestiegen. Auch die Künstliche Intelligenz werde in Zukunft weitere Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringen. Berufe, die früher als besonders zukunftssicher galten, wie beispielsweise der des Softwareentwicklers, könnten künftig weniger gefragt sein. Berufe, in denen soziale Kompetenzen und der persönliche Umgang mit Menschen eine wichtige Rolle spielen, würden hingegen weiterhin gebraucht.
Frau Kurschus ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich ihrer eigenen Stärken und Kompetenzen bewusst zu werden und sich bei der Berufswahl vor allem von ihren persönlichen Interessen leiten zu lassen. Denn wer seine Fähigkeiten und Interessen in seinem Beruf wiederfinde, habe gute Voraussetzungen dafür, langfristig Freude und Zufriedenheit im Berufsleben zu erleben.
Der Vortrag machte deutlich: Bei der Berufsorientierung geht es nicht darum, einfach den vermeintlich besten oder sichersten Bildungsweg zu wählen. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen Stärken und Interessen zu erkennen und daraus eine passende berufliche Perspektive zu entwickeln.

Nina Loginov (Fachschaftsleitung Wirtschaft) und Angela Neumeyer (Fachschaftsleitung Englisch)

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